Heute ist ein einziger Krampf | Tag 10807

Tag 10807 ist ein einziger Krampf.

Der kurze Frühdienst von 6-9. ist die einzige Zeit, in der ich an diesem Montag präsent bin.

Dann folgt feinster, hausgemachter Stress. Verkrampfter Magen, immer wieder: Ich muss, muss, muss

Schreiben, Schneiden, Schreiben, Schneiden Ich laufe bis 24 Uhr meinen eigenen Ansprüchen hinterher. Schaffe es nicht meine wirklichen Bedürfnisse ernst zu nehmen und zu befriedigen.

Nein, es muss alles abends noch fertig sein. Da ist egal, dass die Augen zucken und der Rücken schmerzt. Spüren, dass man nicht mehr kann, das es keinen Sinn mehr macht…und die einzige Antwort, die einem einfällt ist, weitermachen. Ungesünder geht’s nicht.

Sogar die Dusche spät abends hat nur einen Zweck. Noch etwas länger wach am Rechner sitzen können.

Nichts an diesem Tag, außer die Ruhe beim Wäsche zusammenlegen und spülen, ist für mich. Nichts davon fühlt sich richtig oder gut an.

Auch wenn die Ziele erreicht sind. Was bringt es, wenn sogar das einem danach egal ist?

Diese Tage müssen hin und wieder sein. Als Negativbeispiel. Als Weckruf für Verantwortung, die man gegenüber Geist und Körper hat. Und jeder von uns kennt das.

Morgen ist ein neuer Tag. Nichts muss. Absolut nichts muss.

Bis morgen. Tag 10808

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