WARUM? | Tag 10839

An Tag 10839 gehen wir dort spazieren, wo wir, bis zu unserer Trennung gelebt haben. Alles wirkt so weit hier am Rheinufer. Kalt. Weiches Licht. Irgendwie kommt mir alles symmetrisch vor heute .

Wie schnell man Landschaften erst vergisst und sie dann wieder erkennt.

Heute ist das 41. Video in Folge und es wird vorerst das letzte dieser Art sein.

Später am Tag sehe ich einen kurzen Film über Pinguine. Werner Herzog fragt den Wissenschaftler ob es Pinguine gibt, die durchdrehen? Die verrückt werden?

Die Pinguine bewegen sich normalerweise zwischen Ozean und Brutstätte hin und her. In riesigen Gruppen stehen sie da. Aber manchmal kommt es vor, dass einer von ihnen den Weg verlässt und allein, der Eiswüste entgegen, tappt. Tausende Kilometer Leere vor diesem kleinen Pinguin.

Er läuft so lange bis er stirbt. Der Mensch sollte nicht eingreifen und ihn zurückbringen. Es hätte keinen Sinn.

Warum macht das Tier das? Die Frage stellt sich der Mensch. Ein simples Warum als Mittel, alles in Frage zu stellen. Und fragen die Menschen hundert oder tausend Mal „Warum?“ kommt der Punkt an dem sie auf Unwissenheit, auf Stille stoßen. Keine Antwort mehr.

Wir glauben so viel zu wissen, kratzen aber nur an der Oberfläche. Wir können uns noch nicht einmal erklären, warum ein Pinguin aus dem nichts entscheidet in die Leere und in seinen Tod zu watscheln.

Uns bleibt nur das, was wir zu wissen glauben, auszulöschen und neu zu beginnen.

Bis bald.

Standard

MENSCHEN UM DIE 30… | Tag 10837

An Tag 10837 schwirrt mir nach alten Büchern ständig das Wort „bürgerlich“ im Kopf herum. Dieses seltsame Wort, dass wir heute vielleicht höchstens ab und zu in der Politik hören, wenn sich Christdemokraten oder Liberale als „bürgerliche“ Parteien bezeichnen.

Bis zum frühen 20. Jahrhundert, hat dieser Begriff noch einen anderen Stellenwert. Das Bürgertum bildet die pflichtbewusste, ordentliche Mitte zwischen den radikalen Rändern der Gesellschaft und sorgt für Stabilität. Ein klares System das Richtlinien für alles bereitstellt, wenn man nur die Fähigkeit, kritisch zu hinterfragen, verlernt.

Dieses etwas mutlose und biedere, rechtsschaffende Leben, wurde, durch Kunst und Wissenschaft immer mehr zum einfältigen, ja altbackenen. Und so klingt heute bürgerlich für uns nach alter Gaststätte oder Pension.

Die interessantere Frage ist, ob so eine Art Bürgertum, oder Mittelstand heute überhaupt noch existiert. Ob dieser gemeinsame Nenner in der Mitte unserer Gesellschaft nicht notwendig wäre, für Fortschritt. Es gibt wenig worauf sich die Masse heute einigen kann. Alles scheint polarisiert. Sogar Grundwerte wie Freiheit verwässern durch Querdenker-Bewegung und Pandemie-Leugner. Klimaschutz bedeutet, abhängig von Altersgruppe, oft etwas komplett anderes. Die Generationen weit voneinander entfernt. Das Individuum immer wichtiger.

Ich will mich selbst nicht davon ausnehmen. Auch mich muss man, überspitzt gesagt, als asozial bezeichnen. Im Pflegeberuf, in dem ich gebraucht werde, arbeite ich nur halbtags und verwirkliche mich ansonsten selbst. Stelle mich in den Mittelpunkt. Das eigene kurze Leben für sich so erfüllend wie möglich gestalten, ohne Rücksicht auf die Auswirkungen, die dieses Verhalten auf eine Gesellschaft haben wird. Die Folgen einer immer globaleren Welt.

Diese Bewegung ist nicht aufzuhalten. Immer mehr Menschen werden Stunden im Job reduzieren, um mehr Zeit für eigene Leidenschaften oder auch Kindererziehung zu haben. Pflichtbewusstsein verliert weiter an Relevanz. Menschen um die 30 sind Individualisten.

Aber denken wir wirklich frei und zukunftsorientiert? Oder sind wir weiterhin abhängig von Mustern? Was vereint heute uns Menschen um die 30? Die einzige Generation zu der ich überhaupt etwas sagen kann. Und trotzdem bleiben die Gedanken wohl subjektiv und bedürfen Ergänzung.

Menschen um die 30 …

  • haben das Gefühl niemals ein Eigenheim kaufen zu können.
  • haben keinen Überblick über ihre digitalen Abos
  • kaufen Krypto-Währungen und denken sie werden reich.
  • lieben immer noch Lego. Menschen um die 30 …
  • kommen nicht mehr hinterher bei den ganzen neuen Serien auf Netflix
  • wollen eigentlich weniger arbeiten, glauben aber es sich nicht leisten zu können.
  • halten es für notwendig täglich zu duschen
  • lieben Sneaker Menschen um die 30 …
  • fragen sich ob sie noch fliegen sollten.
  • möchten die Welt sehen, haben aber keine Zeit.
  • geben zu viel für ihre Wohnung aus
  • denken darüber nach Kinder zu bekommen. Menschen um die 30 …
  • glauben, dass man die Dinge auf sich zukommen lassen sollte.
  • sind gerne gute Gastgeber
  • glauben, sie haben den Durchblick und sind besonders.
  • haben das Gefühl, sie sollten mehr Sport machen und gesünder leben. Menschen um die 30 …
  • feiern gerne.
  • vergessen auf Instagram und Tik Tok die Zeit
  • machen teure Geschenke
  • sind nostalgisch Menschen um die 30 …
  • fühlen sich noch jung
  • brauchen hin und wieder die Unterstützung der Eltern.
  • fragen sich ob sie vielleicht doch nochmal studieren sollten
  • glauben, dass andere Menschen glücklicher sind.

Diese Liste lässt sich ins Endlose fortführen und nicht alles trifft auf jeden zu. Es sind nur Eigenschaften, die mir in den Kopf kamen. Vielleicht fallen euch in den Kommentaren einige Punkte ein, die ich komplett vergessen habe.

Aber was machen wir jetzt mit diesem Bild, dass wir von uns selbst und unserer Generation haben? Was klar wird ist, dass wir nicht sehr verantwortungsbewusst sind. Dass wir doch relativ gerne in den Tag hinein leben, wenn wir nicht gerade auf die Arbeit müssen. Wir haben in unserer Kindheit wahrscheinlich mehr Zuwendung erfahren, als die Generation vor uns, haben vielleicht sogar hin und wieder gesagt bekommen wie toll wir sind und das wir alles schaffen können. Ja vielleicht sind wir etwas zu verliebt in uns selbst und ordnen uns nicht gerne unter.

Wir sind eine Mittelschicht aus Individualisten, der es nur schwer möglich sein wird, die Probleme der Zukunft anzugehen. Vielleicht nehmen sich die jüngeren Menschen wieder mehr als Einheit wahr, ersetzen „Bürgertum“ und „Mittelstand“ durch neue Worte. Sind politisch engagierter. Wer weiß.

Bis morgen an Tag 10838
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?
Schreib’s in die Kommentare.

Standard

MENSCH UND WOLF | Tag 10836

An Tag 10836 gehe ich gedanklich da hin wo ich nicht hin sollte. Lasse mich fallen in schwere, dunkle Worte. Höre „Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse und merke währenddessen, dass die Dinge nicht so leidvoll scheinen wie sie sind.

Im 1927 erschienenen Roman stilisiert Hesse, teils autobiografisch, einen missverstandenen Außenseiter, dessen Hass auf alles bürgerliche, ehrfürchtige, Kleine … sich abwechselt mit dem Bedürfnis Teil zu haben, angenommen zu sein. Er ist geistiger Mensch und lustvoller Wolf zugleich. Bewegt sich an den extremen Rändern, während ihm das Durchschnittliche fremd bleibt. Er strebt nach bedingungsloser Unabhängigkeit, die ihm zum Verhängnis wird.

„Der Machtmensch geht an der Macht zugrunde, der Geldmensch am Geld, der Unterwürfige am Dienen, der Lustsucher an der Lust. Und so ging der Steppenwolf an seiner Unabhängigkeit zu Grunde. Er erreichte sein Ziel. Er wurde immer unabhängiger. Niemand hatte ihm zu befehlen, nach niemandem hatte er sich zu richten. Frei und allein bestimmte er über sein Tun und Lassen. Denn jeder starke Mensch erreicht unfehlbar das, was ein wirklicher Trieb ihn suchen heißt. Aber mitten in der erreichten Freiheit nahm Harry plötzlich wahr, dass seine Freiheit ein Tod war, dass er allein stand, dass die Welt ihn, auf eine umheimliche Weise, in Ruhe ließ, dass die Menschen ihn nichts mehr angingen… ja, er selbst sich nicht, dass er in einer immer dünner und dünner werdenden Luft von Beziehungslosigkeit und Vereinsamung langsam erstickte“

Der Steppenwolf – Hermann Hesse

Es ist dieser alte intellektuelle Kampf. Der Anspruch an Komplexität und geistige Größe, dann die Ernüchterung, das Realisieren, dass nur das einfache Leben Zufriedenheit mit sich bringt und man auf die Zuwendung der bürgerlichen Masse angewiesen ist. Die Widersprüchlichkeit dieser Existenzen.

Die Ambivalenz zwischen Mensch, der Gesellschaft braucht und „Steppenwolf„, der einsam mit seinen Gedanken durchs Leben geht.

Hesse hält sich selbst einen Spiegel vor, stellt die Gegensätze nach vorn. Er selbst sein größter Kritiker und Zweifler.

Dieses hochmütige Phänomen der Misanthropie, also der Verachtung gegenüber menschlichen Verhaltens und dessen Natur, ist so toxisch und führt dazu irgendwann weltfremd zu sein. Das Heilmittel gegen diesen Hochmut scheint im Steppenwolf Humor zu sein, weil er die Schnittmenge, den gemeinsamen Nenner zwischen allen Menschen bildet. Gesellschaftlich akzeptiert, ist Humor in der Lage eine Brücke zu bauen.

Die moralisch, intellektuelle Suche nach Sinnhaftigkeit und der Wunsch nach gesellschaftlicher Weiterentwicklung findet sich in vielen philosophischen Werken. In einigen davon wird sie mit der Ablehnung einfacher Freuden und Triebhaftigkeit kombiniert.

Oft schwingt dabei aber auch der Wunsch nach Akzeptanz und Zugehörigkeit mit. Hier zwei Zitate von Arthur Schopenhauer, die das deutlich machen.

„So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“

Arthur Schopenhauer

„Demgemäß wird die möglichste Einfachheit unserer Verhältnisse und sogar die Einförmigkeit der Lebensweise, solange sie nicht Langeweile erzeugt, beglücken; weil sie das Leben selbst, folglich auch die ihm wesentliche Last, am wenigsten spüren lässt: es fließt dahin, wie ein Bach, ohne Wellen und Strudel.“

Arthur Schopenhauer

Aber was bringt uns das Lesen solcher Werke, die auf den ersten Blick so menschenfeindlich erscheinen? Im Besten Falle fördern sie das Schlechte, das Verhärtete in uns an die Oberfläche. Wo wir es erkennen und uns davon distanzieren können. Diese Werke bieten uns selbst die Möglichkeit uns frei zu machen von destruktiven Gedanken. Locker leicht mitzuschwimmen heißt nicht, sich selbst zu hintergehen. Glück akzeptieren, zu lieben, im Moment zu sein. Das Bittere auszuspucken. Zufrieden mit sich und allen Menschen.

Es ist nicht immer ganz leicht wieder hervorzukommen aus den Gedankenkonstrukten solcher Menschen. Aus den extremen Randbereichen, die so überschwängliche Emotionen möglich machen. Als müsse man aus der Tiefe an die Wasseroberfläche tauchen. An diesem Abend hilft mir mein bester Freund wieder aufzutauchen.

Zum Ende ein Zitat von Laotse, das in meinen Augen treffend beschreibt, was es heißt zu leben. „Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt“

Bis morgen an Tag 10837
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?

Standard

HERZ DER FINSTERNIS | Tag 10835

An Tag 10835 komme ich nach einer Besprechung schon um 12 nach Hause. Ich beginne beim Essen die Dokumentation „Heart of Darkness“ zu schauen, die auf Amazon Prime aktuell kostenlos zu sehen ist. Der Film beleuchtet den Entstehungsprozess von „Apocalypse Now“, Unter schwersten Bedingungen wurde auf den Philippinen gedreht um den Vietnamkrieg so real darstellen zu können wir nur möglich. Problem war nur, dass auf den Philippinen gerade selbst Bürgerkrieg herrschte. Nebenbei musste die Crew mit einem tobenden Sturm umgehen, der Hauptdarsteller erlitt einen Herzinfarkt und so weiter… die Geschichten rund um die Dreharbeiten sind legendär und vielen wahrscheinlich schon bekannt.

Aber dieser Film, heute ein Klassiker, stellt auch Francis Ford Coppolas künstlerischen Höhepunkt dar, bevor seine Filme ab den 80ern nie wieder den Stellenwert von Der Pate I und II oder eben „Apocalypse Now“ erreichen konnten.

In Heart of Darkness, der übrigens von Coppolas Frau gedreht wurde, sieht man ihn, ähnlich wie die Hauptfigur, seinen Verstand verlieren. Das Ausmaß der Produktion übersteigt jegliche Relation während Coppola versucht ein schlüssiges Ende zu schreiben, das Fragen beantwortet, anstatt sie aufzuwerfen. Er, der sein finanzielles Leben für seinen Film auf’s Spiel setzt, ist kreativ blockiert. Fast manisch sieht man ihn an der Schreibmaschine sitzen oder mit dem, in die Jahre gekommenen, Marlon Brando über dessen Rolle diskutieren.

Er kämpft bis zur Erschöpfung. Nimmt das Leiden an. Für seine Kunst. Für sein Werk. Wie es so viele Künstler und Philosophen schon vor ihm getan haben. Das Ausmaß ist jedoch überwältigend und ja, auch inspirierend.

Warum lassen diese entlegenen Orte, fern von Hollywood, die Regisseure und Schauspieler oftmals in ihren eigenen Abgrund schauen? Wie in einem Sozial-Experiment bilden sich ganz eigene Strukturen. Genährt von Drogen, Hitze und Scheinwerferlicht. Wie im Rausch.

Ich kann den Film jedem empfehlen, der etwas übrig hat für künstlerische Aufopferung, für den Kampf mit sich selbst und für den Film der 70er..

Die Dokumentation ist nah dran und zeigt teils drastische Bilder. Wer nicht sehen kann wie ein Ureinwohner-Stamm Schweine und ein Rind auf brutale, rituelle Art schlachten, der sollte eine Szene weiterspringen, wenn diese Schweine, an den Boden gefesselt, zu sehen sind. Ich glaube heutzutage sagt man zu so etwas „Trigger-Warnung“ Ist rituelles Töten eigentlich ein menschliches Phänomen? Zum eigenen Nutzen, ein anderes Leben opfern… ja klingt doch sehr menschlich.

Der Film zeigt auch, wie die Möglichkeit alles zu verlieren, zu einem gewaltigen Ansporn werden kann. Alles Materielle einsetzen für die Kunst für das eigene Leben, gegen die eigene Bedeutungslosigkeit. Und ist es nicht so? Geld habenkann doch nie das Ziel sein. Nie. Wie leer wäre das Leben nach Erreichen.

Was ist denn Geld wert, wenn man es nicht einsetzt? Wenn man sich der Anhäufung unterwirft und das Leben dabei vergisst.

Melina und ich drehen uns später am Tag wieder mal im Kreis. Das Thema persönliche Weiterentwicklung kommt wieder an die Oberfläche und lässt uns an der Sinnhaftigkeit unserer Beziehung zweifeln, nur Tage nach tiefster Verbundenheit.

Wir können uns nicht in den anderen hineinversetzen. Ich fordere, sie verschließt sich. Ich sehe Chancen, sie spürt Druck. Ich resigniere, sie zweifelt. Dann schweigen wir.

Für mich entsteht Weiterentwicklung nur durch Konfrontation mit sich selbst, durch die Fragen „Was möchte ich?“ und „Wer bin ich?“

Dabei bin ich derjenige der nicht weiß wohin, der unzufrieden ist, der Dinge nicht annehmen kann, der sich belügt. Die Dinge auf sich zukommen lassen, nichts erwarten, so wie es Melina tut. Das ist ein Weg der so viel klarer, so viel ehrlicher ist. Nur bin ich zu beschränkt um das zu verstehen, ja sogar um es zu akzeptieren. Erbärmlich, dieses Verhalten. Getrieben durch den Wunsch zu kreieren, etwas zu hinterlassen, verpasse ich manchmal das Leben selbst. Das heißt nicht, dass ich es bereue viel nachzudenken. Ich kann einfach nichts dagegen tun.

Erst jetzt verstehe ich diesen einen Satz den Melina während unserer Auseinandersetzung sagte: „Ich hasse es mir Gedanken zu machen“

Abhängig von der eigenen Interpretation kann dieser Satz zwei komplett unterschiedliche Aussagen haben.

Bis morgen an Tag 10836.
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?

Standard

MUT UND TROST ZUGLEICH | Tag 10834

Am Morgen meines 10834. Tag. ist die schlechte Laune des Vorabends noch dumpf zu spüren. Zwinge mich um kurz vor sieben aus dem Bett und dann direkt nach draußen in die Kälte.

Wie immer löst sich schnell alle Angespanntheit. Das Hirn ist damit beschäftigt, die Schönheit der Natur zu verarbeiten, während der Körper Blut in alle Ecken pumpt um die Kälte zu bekämpfen.

Da ist kein Raum mehr für undefiniert schlechte Gedanken. Alles wieder ein Stück weit im Gleichgewicht.

Es ist doch seltsam wie man oft ganz zufällig Hilfe bekommt, wenn man sie am dringendsten nötig hat. Ich muss in diesem Bericht einen kleinen Zeitsprung nach hinten machen. Zu dem Moment, kurz nach dem Aufstehen, mit dumpfem Gefühl im Bauch. Weiterhin unzufrieden mit den Filmen der letzten Tage.

Ich nehme mir mein Smartphone und öffne Instagram. Eigentlich etwas, dass ich so gut es geht vermeide, nicht nur früh am Morgen. Heute aber bringt ein Blick in die persönlichen Nachrichten mir neuen Schwung. Besser gesagt, zwei Menschen, die mir geschrieben haben, tun das.

Es sind motivierend wertschätzende Worte, die mir das Gefühl vermitteln, dass alles einen Sinn hat. Auch wenn es nicht immer den eigenen Erwartungen entspricht. Ich bin dankbar für diese Rückmeldungen, die wieder mal bewusst machen, wie abhängig oft unser Gemütszustand von anderen Menschen ist. Diese immer existierende Gemeinschaft, die Mut und Trost zugleich spenden kann. Natürlich nicht nur im Bezug auf kreative Arbeit. Es ist einfach nur der Gedanke, dass man nie allein ist in dieser Welt, und dass das was man tut, nicht nur einem selbst etwas bedeutet, sondern auch anderen“ Mir bedeutet es an diesem Morgen etwas, dass sich zwei Menschen Zeit genommen haben, mir zu schreiben.

Aber zurück in den Wald. Während ich gehe, denke ich über gestern nach. Wie konnte es mir passieren, auf einmal so zu verhärten in meinen Ansichten. Alles zu viel. Zu viel Dinge. Zu viel Ballast. Nur Weiss oder Schwarz, nichts dazwischen.

Ein berechtigter Gedanke zu Konsum ist mir von gestern geblieben. Und in diesem offeneren Geisteszustand, widme ich mich ihm erneut.

Bin ich in der Lage, im Bezug auf eigene Kinder, meine Grundsätze zu Konsum hinten anzustellen? Kinder definieren sich und andere über Spielzeug, Kleidung, Schulranzen und alles mögliche andere. Das mag an der penetranten Werbung liegen, die auf Nick und den anderen Kinder-Sendern ausgestrahlt wird (glaubt mir ich weiß, durch die Arbeit, wovon ich spreche) oder das Verhalten ist ganz natürlich. Was auch immer die Gründe sind… Kinder die nicht vergleichbar mit Anderen ausgestattet sind, können Ziel von Mobbing und Diskriminierung werden. Als Eltern hat man also direkt Einfluss auf das Sozialleben der Kinder. Da helfen auch keine schlüssigen Argumentationen zu Minimalismus und Übermaß. Nein, die Regeln sind viel einfacher. Dazugehören oder nicht dazugehören. Abhängig von Markenpulli oder Spielekonsole. Als Eltern bleibt also nichts anderes übrig, als sich diesen Regeln zu beugen und zu kaufen was gerade angesagt ist. Für mich schwer auszuhalten die Vorstellung.

Als ich auf die Arbeit fahre, es ist ein Sonntag, sehe ich eine wandernde Familie zu dritt. Die Tochter läuft vorne weg. Wie trostlos dieses Leben als Einzelkind doch sein kann. Kann mich zu gut an Urlaube oder Sonntag-Abende erinnern. Unverstanden sein, trotz guter Freunde nicht immer einen Ansprechpartner in der Nähe, niemanden mit dem man sich verbünden kann. Einfach immer in der Unterzahl.

Bis morgen an Tag 10835.
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?
Schreib’s in die Kommentare.

Standard

EIN BELANGLOSER ZEITVERTREIB | Tag 10833

Am Abend des 10833. Tag gebe ich der Drohne noch eine Chance. Die Sonne geht langsam unter, als ich mich an einen Feldweg setze, und sie in die Höhe schicke.

Ich fliege hin und her. Manchmal bricht die Verbindung zur Fernbedienung ab. Manchmal bin ich zu hoch oben oder eine andere Warnmeldung blinkt auf. Wieder einmal beweist sich die Tatsache, dass es mir keine Freude macht, etwas mit diesem Ding festzuhalten.

Es ist nervig. Erinnert in meinen, und den meisten anderen, Händen mehr an ein Spielzeug, als an ein kreatives Mittel. Ein belangloser Zeitvertreib.

Außerdem habe ich das Gefühl ganz weit entfernt zu sein, während ich zusammengekauert auf den Bildschirm starre. Zu weit entfernt vom Moment in dem ich bin, den ich festhalten will.
Zu weit entfernt von mir selbst.

Stehe ich hinter, neben oder vor meiner Kamera, nehme ich alles um mich herum wahr, während sie es parallel in anderer Form für mich abspeichert. Ich erlebe, während sie mir ermöglicht im Nachhinein daraus zu kreieren. Ein Werkzeug, wie es besser nicht sein könnte und dem ich dankbar bin.

Bei der Drohne wirkt es als spiele ich ein Videospiel. Völlig abstrakt, ohne Kontakt zur Realität. Die Perspektive zu weit um etwas von Bedeutung einzufangen. Flache Bilder, die nicht in der Lage sind Emotion einzufangen. Keine Tiefe, keine Relevanz. Ich habe einfach keine Bindung zu diesem Ding.

Natürlich berichte ich hier nur von den eigenen Erfahrungen. Mag sein, dass andere etwas Bedeutendes kreieren, während sie, eingeschränkt durch Bestimmungen, immer wieder über das gleiche Feld, oder Wald schweben.

Das was mich am meisten stört, ist die Tatsache, dass ich vor zwei Jahren auf Werbung hereingefallen bin, und der Meinung war, eine Drohne sei unverzichtbar. Es würden sich mir Möglichkeiten über Möglichkeiten bieten. Es würde mein kreatives Schaffen auf die nächste Stufe heben. Bla bla bla. Die Hersteller inspirieren uns durch atemberaubende Szenen. Aber wie sieht die Realität aus? Nichts ist langweiliger als eine Aneinanderreihung von Luftaufnahmen. Ohne Aussage, ohne Bedeutung.

So bleibt das Ding Spielzeug für mich. Und wenn das „Spiel“ im eigentlichen Sinne keine Freude macht, gibt es nur einen Weg. Weg damit.

Wie all der andere unnötige Ballast. Ich muss zugeben, ich steigere mich an diesem Abend noch etwas in dieses Denken hinein. Mein Leben kommt mir materiell zugemüllt vor… immer wieder reingefallen auf Manipulationen. Immer wieder Unnötiges gekauft. Auch wenn die meisten, von außen betrachtet, vielleicht sogar sagen würden, wir hätten vergleichsweise wenig angesammelt.

Nur zwei Dinge sind für mich unersetzliche Werkzeuge. Meine Kamera und mein Macbook. Das Festhalten von Bildern und Gedanken. Die Grundbausteine für meine Arbeit. Alles andere Materielle scheint irrelevant.

An diesem Abend erdrückt es mich und schlechte Laune bricht durch. Auch weil ich nicht zufrieden bin mit den Filmen der letzten Tage. Ich bekomme es nicht zu fassen. Leiden muss Melina darunter, die nicht weiß was los ist, weil ich selbst es nur schlecht in Worte fassen kann. Und das tut mir Leid. Und dafür schäme ich mich im Nachhinein.

Dieser Wunsch nach materieller Einfachheit und die damit einhergehenden Gedanken, sind noch nicht vorbei, sondern werden mich auch morgen noch begleiten. Ob von Thoreau ausgelöst oder durch die Angst vor der Zukunft und zu wenig finanziellen Mitteln für die USA-Reise, weiß ich nicht.

Ich weiß nur, dass ich gerade zu radikal bin. Dass ich mich entspannen sollte. Einfach Leben sollte. Und es verdammt noch mal lassen sollte, Melinas Stimmung mit meiner nach unten zu ziehen.

Bis morgen an Tag 10834
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?

Standard

DER MENSCH IM LARVEN-ZUSTAND | Tag 10832

Dieser 10832. Tag beginnt mit Melinas Geburtstag. Mit dieser halben Stunde am Morgen, die uns beiden zeigt wie nah wir uns sind. Es macht mich traurig, sie an diesem Morgen gehen zu sehen. Traurig, dass wir noch nicht selbst entscheiden, wann wir arbeiten um Geld zu verdienen.

Dieser 10832. Tag beginnt mit Melinas Geburtstag. Mit dieser halben Stunde am Morgen, die uns beiden zeigt wie nah wir uns sind. Es macht mich traurig, sie an diesem Morgen gehen zu sehen. Traurig, dass wir noch nicht selbst entscheiden, wann wir arbeiten um Geld zu verdienen.

Während ich später durch den Herbst-Wald gehe höre ich Henry David Thoreaus „Walden“. Einen Klassiker über das Aussteigerleben. In diesem Buch erzählt Thoreau von zwei Jahren, die er ab dem 4. Juli 1845 als Selbstversorger am Walden-See verbrachte. Fernab der industrialisierten Zivilisation. Der Schriftsteller und Philosoph, damals 28 Jahre alt, berichtet vom einfachen, bewussten Leben ohne Annehmlichkeiten, das er bevorzugt um die eigene geistige Leistungsfähigkeit hoch zu halten. Die zwei Jahre machten ihm klar, dass nur 6 Wochen Lohnarbeit nötig waren, um den Rest des Jahres mit denken, lesen, schreiben und erkunden zu verbringen.

Viele seiner Gedanken und Texte sind heute genauso relevant wie vor 170 Jahren, was wieder einmal deutlich macht, dass grundlegende menschliche Weiterentwicklung ein Trugschluss ist. Die Menschheit wird immer wieder zu ihren Grundsätzen zurückkehren. Ganz egal ob sie in Kutschen oder Raumschiffen befördert wird.

Ich erkenne einige seiner Grundsätze, auch in mir. Den Drang sich aufs Wesentliche zu reduzieren, der Wunsch sich frei zu machen von Konventionen und der daraus resultierende Fokus auf geistige Verwirklichung. Die Verbindung zur natürlichen Schönheit, zum Kreislauf des Lebens. Ich schätze dass jeder geistig und künstlerisch veranlagte Mensch mit „Walden“ etwas anfangen kann. Zumindest diejenigen, die einem alternativen Lebensstil nicht abgeneigt sind.

Hier ein ein Zitat aus Walden: Mein Einwand gegen die Tiernahrung galt hauptsächlich der damit verbunden Unsauberkeit. Außerdem fühlte ich mich, wenn ich den Fisch gefangen, gewaschen, gekocht und gegessen hatte, gar nicht richtig gesättigt. Es war unerheblich und unnötig und kostete mich mehr als es einbrachte. Ein Stück Brot oder ein Paar Kartoffeln hätten das Gleiche getan. Mit weniger Arbeit und weniger Schmutz. Gleich vielen Anderen meiner Zeitgenossen habe ich jahrelang nur selten fleischliche Nahrung, Kaffee oder Tee zu mir genommen. Und das weniger aus Gesundheitsgründen, als weil es unangenehme Vorstellungen erweckte. Die Abneigung gegen fleischliche Nahrung gründet sich nicht auf Erfahrung. Sie ist eher instinktiv. Ich fand es schöner ein einfaches und in mancher Beziehung, hartes Leben zu führen. Und obwohl ich das eigentlich nie wirklich tat, ging ich doch weit genug um meinen Vorstellungen genüge zu tun. Ich glaube, dass jeder Mensch, dem daran liegt, seine dichterischen oder höheren geistigen Fähigkeiten in guter Verfassung zu erhalten, dazu neigt auf tierische und auf zu viel Nahrung überhaupt zu verzichten. Es ist eine bezeichnende, von den Entomologen bestätigte Tatsache, wie ich bei Kirby und Spence las, dass einige Insektenarten in voll entwickeltem Zustand mit Fresswerkzeugen ausgestattet sind, von denen sie keinen Gebrauch machen. Und es gilt als allgemeine Regel, dass fast alle Insekten in diesem Stadium viel weniger fressen als im Larven-Zustand. Ist die gefrässige Raupe zum Schmetterling verwandelt, die unersättliche Made zur Fliege geworden, dann sind sie mit einem bis zwei Tropfen Honig oder einer anderen süßen Flüssigkeit zufrieden. Das Abdomen unter den Flügeln des Schmetterlings, das an die einstige Larve erinnert ist der Leckerbissen, der die Insektenfresser anlockt und ihm zum Verhängnis wird. Ein starker Esser ist ein Mensch im Larven-Zustand. Es gibt ganze Völker, die sich in diesem Zustand befinden. Völker ohne Fantasie und Vorstellungskraft, die man an ihrem dicken Abdomen erkennen kann.

Bis morgen an Tag 10833
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?
Schreib’s in die Kommentare.

Standard

SCHWÄCHER WERDENDE SCHEINWERFER | Tag 10831

Tag 10831 ist ein Freitag und ich fahre zu Oma. Ihr geistige Zustand verschlechtert sich in den letzten Wochen dramatisch. Der Kalender, der bis jetzt immer ein sicherer Hafen für die Erinnerung gewesen war, beginnt für sie keinen Sinn mehr zu machen.

Sie weiß nicht mehr welchen Tag wir haben. Das verwirrt sie so stark, dass sie sich in regelmäßigen Abständen rückversichern muss. „Mit dem Kalender stimmt etwas nicht“ sagt sie dann manchmal. Ich überlege was man tun könnte um ihr die zeitliche Orientierung zu erleichtern.

Vielleicht ein Abreisskalender. Bei dem aber die Gefahr besteht, dass sie ihn vergisst abzureissen. Oder eine digitale Uhr, die gleichzeitig auch das Datum anzeigt. Als ich vorschlage das Radio laufen zu lassen, sagt sie, dass dort nur selten der Wochentag genannt werde.

Erst im Dezember ist der nächste Termin beim Neurologen. Bis dahin werden wir als Familie eine Lösung finden müssen, wie sie versorgt werden kann.

Durch die schnelle Verschlechterung der letzten Wochen, muss ich daran denken, wie sie wohl nach unserer langen Reise sein wird. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie uns erkennen wird (Verwechslungen passieren bis jetzt nur bei toten Familienmitgliedern), aber wie verwirrt wird sie sein?

Ich packe Melinas Geschenk in Zeitungspapier ein, weil ich vergessen habe Geschenkpapier zu kaufen und weiß, dass sie das nicht stören wird.

Abends fahre ich zu einem abgelegenen Ferienhaus im Wald, in dem die Wohngruppe, in der ich als Heilerziehungspfleger arbeite, einige Tage verbringt. Schlechter Mobilfunkempfang, Lagerfeuer, Grillen. Ich komme nur zu Besuch, bleibe 2 Stunden und verabschiede mich dann.

Ein Kollege hatte mir gesagt es gäbe einen schnelleren Weg aus dem Tal heraus und ich versuche mein Glück im Dunkeln. Es endet damit, dass ich, orientierungslos, 8 Kilometer über die Schotterwege der Waldrodungs-Maschinen fahre, bis ich nach 45 Minuten zu Hause ankomme. Interessanterweise kennt die Karten App von Apple auch unbefestigte Waldwege. Ohne Smartphone wäre ich im Dunkeln aufgeschmissen gewesen…mal wieder bezeichnend.

Merke gerade, dass man sich wahrscheinlich so eine Demenz vorstellen kann…nur mit immer schwächer werdenden Scheinwerfern.

Bis morgen an Tag 10832
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?

Standard

ALTE WUNDEN SCHLIESSEN | Tag 10830

Tag 10830. Am Tag an dem ihr das hier seht, wird Melina 26 Jahre, oder 9497 Tage, alt.

Wir werden wenig Zeit füreinander haben. Sie hat Frühdienst, beginnt also um 6. Ich Spätdienst, bis 9 Uhr abends.

Was schenke ich ihr? Ich mag es nicht Dinge zu schenken. Dinge, die rumliegen, rumstehen, die man irgendwann vergisst und die man sich auch ganz einfach hätte selbst kaufen können. So sammelt sich Zeug an, dass irgendwann ganze Keller und Dachböden füllt. Ich mag es etwas zu schenken, dass man gemeinsam erlebt. Macht in meinen Augen mehr Sinn.

Als ich vor einigen Tagen beginne darüber nachzudenken was ihr Freude machen könnte, muss ich an unseren Kalifornien Urlaub 2018 denken. Wir standen in der Schlange der Minions Attraktion und Melina suchte die gedruckte Übersichtskarte der Universal Studios nach dem „Jurassic Park“ Themenbereich ab. Da war nichts. Und nachdem sie erst noch Hoffnung hatte, brachte google dann endgültige Gewissheit. Die alte Jurassic Park Attraktion war geschlossen und eine neue war im Bau. Ihr standen die Tränen in den Augen. Darauf hatte sie sich wirklich gefreut.

Auch der Raptor „Blue“ war kein Ersatz. Außerdem konnte sie mich nicht in der fotografierenden Menge finden, als es um ein gemeinsames Foto ging. Das ist das einzige Bild. Ihr Blick suchend.

Natürlich war das nicht unser größtes Problem 2018. Unsere Beziehung bestand aus unausgesprochenen Erwartungen, nichterfüllten Bedürfnissen und dem bequemen nebeneinander her leben zweier Menschen, bevor sich ihre Wege trennen. Fast ein Jahr später, passierte das dann.

Auch wenn wir heute zurückdenken an diese kleine Reise, ist das das erste was uns in den Sinn kommt. Wie distanziert, wie unglücklich wir waren. Heißt nicht, dass wir dort keinen Spaß hatten aber es war als würden zwei Freunde reisen. Nichts erinnerte daran, dass da zwei Menschen unterwegs waren, für die das gemeinsame Leben Erfüllung bedeutet.

Wir kehren also im März nach Los Angeles zurück und führen im Gegensatz zu damals eine Beziehung, die fast ausschließlich wertschätzend und liebevoll ist. Zwei Menschen die dieses Leben gemeinsam verbringen wollen, weil es so einfach schöner ist. Zwei Menschen, die gemeinsam glücklich sind. Das ist natürlich nur meine Wahrnehmung. Vielleicht würde Melina etwas anderes sagen.

Es liegt also auf der Hand, dass ich ihr die Eintrittskarte in die Universal Studios schenke. Eine Rückkehr unter anderen Bedingungen. Eine Rückkehr in der Melinas liebste Attraktion geöffnet ist und die hoffentlich ohne Tränen auskommt. Auch als Metapher für uns als Paar.

Ich fahre in einen kleinen Spielzeugladen um etwas Jurassic-Park-Bezogenes zu kaufen und habe die Wahl zwischen Lego und einem, aus einem Ei schlüpfenden, Dinosaurier. Ich entscheide mich für Lego weil die Box sich gut eignet um Melina im Vorhinein etwas zu verwirren. Schnell noch ein passendes Bild erstellt, dessen Rückseite mir als Geburtstagskarte dient und fertig.

Leider ist die Tinte des Druckers leer. Deshalb morgen noch schnell zu DM . Ich hoffe sie freut sich.

Den Abend verbringen wir entspannt. Melina ist auf der Suche nach den perfekten Winterschuhen. Und ich esse ungesunde Portionen von ungesundem Essen.

Bis morgen an Tag 10831.
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?

Standard