Nighttime Sadness | Tag 10817

An Tag 10817 am Leben limitiere ich mich. Ich limitiere mich in diesem Moment, in dem ich beginne den Eintrag zu schreiben. Eine Stunde um zu schreiben, das Voice Over aufzunehmen und das Video zu schneiden. Stunden zuvor habe ich genau das gleiche schon einmal gemacht. Dieses Mal ging es um Musik.

Alles beginnt mit einem aktuellen Metallica Interview. Zane Lowe und die 4 Bandmitglieder sprechen für Apple Music über die zwischenmenschlichen Kämpfe der Vergangenheit, die großen Egos und den Erfolg des schwarzen Albums vor 30 Jahren.

Am Anfang des Gesprächs fällt der Begriff „Nighttime Sadness“. Er beschreibt das Leben vieler Menschen in Los Angeles und anderswo auf Welt, die am Tag versuchen es zu schaffen, und nachts einsam und desillusioniert in ihren Wohnungen sitzen. So viele Menschen versuchen etwas. Und nur wenige schaffen das was sie sich erträumt haben. Die Gründe dafür, spielen gerade keine Rolle. Es ist dieses Gefühl ein Versager zu sein, einsam zu sein. Nur ein kleiner Fisch im Meer, ohne Relevanz.

Ich höre diese zwei Worte „Nighttime Sadness“ und will ein Lied für das heutige Video machen. Also stelle ich den Timer und beginne einfach. Ich habe ewig keine Musik gemacht aber was bedeutet das überhaupt? In diesem Moment ist es einfach ein Spiel. Völlig naiv will ich herangehen. Will mir erlauben das Gefühl zu haben, nichts zu kennen. Keine Muster, keine Akkordstrukturen. Einfach Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen. Gelerntes vergessen um Dinge zu schaffen, die intuitiv sind. Zu viel theoretisches Wissen, zu klare Vorgaben sorgen für Vorhersehbarkeit.

Neigen wir zu häufig dazu uns darüber zu definieren was wir wissen? Wir wissen was funktioniert, was Erfolgreich ist, aber es macht selten Spaß Dinge zu wiederholen. Die ersten Male sind voller Spannung. Voller kindlicher Vorfreude. Die ersten Male definieren uns.

Es macht Freude zu spielen. Nicht Musik zu machen. Keine Ansprüche an sich selbst haben. Sondern einfach nur spielen.

Ich versuche Sounds zu finden, die mir gefallen und die ich mit Nighttime Sadness verbinde. Es beginnt zu fließen. Ich denke nicht an das Ergebnis, sondern versuche im Prozess zu bleiben. Ganz bewusst. Zeitlich begrenzt. Nicht Abschweifen.

Kreativität und Produktivität kommen zusammen in dieser Stunde. Die Freiheit sich zu begrenzen. Das klingt erst einmal als würde es sich ausschließen. Aber Produktivität heißt nichts anderes als…

…mehr in weniger Zeit zu schaffen. Ein oft besseres, intuitiveres Ergebnis zu erhalten und in der Folge mehr Zeit für etwas anderes zu haben.

Wie Elon Musk einmal twitterte: „Wenn du dir 30 Tage Zeit nimmst, um dein Haus aufzuräumen, wirst du auch 30 Tage dafür brauchen. Wenn du dir aber 3 Stunden Zeit nimmst, wird es 3 Stunden dauern. Das Gleiche gilt für deine Ziele, Ambitionen und dein Potenzial.“

Bis morgen an Tag 10818.
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?

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