No Time to die | Tag 10813

Auf diesen, meinen 10813 Tag, freut sich Melina gefühlt seit eineinhalb Jahren. Wir schauen uns am Abend James Bond „No Time to die“ an, der immer wieder verschoben wurde. Aber dazu später mehr.

Wir haben beide frei und können gemeinsam frühstücken. Die Brötchen holen wir zu Fuß im 2 Kilometer entfernten Rüdesheim. Wir nutzen die Zeit uns zu unterhalten, außerdem ist so ein schneller Spaziergang gut für die Kondition und klimaneutral.

Wir kommen an einer Reihe neugebauter Häuser vorbei… Warum ist heute jedes Haus weiss mit schwarzen Fensterrahmen? Ich weiß dass es günstiger ist ein Standardhaus zu bauen, aber wäre nicht auch eine andere Kombination möglich? Die fehlende Individualität ist in meinen Augen verschenktes Potenzial. Ein Haus sagt doch auch etwas über die Menschen aus, die darin wohnen? Weiss mit schwarzen Fensterrahmen. Am besten noch ein schwarzer Wagen, eines beliebigen deutschen Herstellers in der Auffahrt. Wer gerade dabei ist ein Haus zu bauen…Bitte etwas anderes!

Nach dem Frühstück buche ich die Kino Tickets und sammle ein paar Informationen zum 25. James Bond Film. „No Time to Die“

Der Regisseur, Cary Fukunaga ist der erste Amerikaner, der einen Bond dreht. Er führte bei der Serie „True Detective“ Regie und schrieb am Drehbuch von „Es“ aus dem Jahr 2017 mit.

Daniel Craig wollte nach Spectre keinen James Bond Film mehr drehen, nahm aber 2017 dann aber doch das Angebot von 50 Millionen Pfund an.

In den Drehorten, wie z.B. der italienischen Kleinstadt Gravina wurde mit mehr als 400 Mitarbeitern und über 800 Statisten gedreht. Bei den Dreharbeiten zu einer Szene, bei der ein Stuntman bei fast 100 km/h mit dem Motorrad über eine siebeneinhalb Meter hohe Rampe sprang, wurden 32.000 Liter Coca-Cola im Wert von 60.000 Euro auf den Straßen der Stadt verteilt um die Rutschgefahr auf Kopfsteinpflaster zu vermindern.

Um Leaks zu vermeiden wurden drei unterschiedliche Enden gedreht. Nicht einmal die Darsteller wussten welches in der fertigen Schnittfassung verwendet wurde.

Nachdem der ursprünglich für die Filmmusik verpflichtete Komponist Dan Romer den Film wegen kreativer Differenzen verließ, übernahmen Hans Zimmer und Johnny Marr erstmals die Musikproduktion. Wie kann Hans Zimmer eigentlich so wahnsinnig produktiv sein?

Die Dreharbeiten wurden am 26.Oktober 2019 abgeschlossen. Das Budget soll rund 250 Millionen US-Dollar betragen haben. Darüber, ob sich dieses Investment lohnen würde, mussten sich die Produzenten keine Gedanken machen. Im Oktober 2020 verhandelten Apple und Netflix über eine Streaming Premiere des Films. Das Angebot belief sich auf 600 Millionen US-Dollar und wurde von MGM abgelehnt.

Interessant ist die Frage, wie es mit der Marke James Bond weitergeht. In den letzten Jahren wurde schon einiges dafür getan, die charakteristisch klare Rollenverteilung, aufzubrechen. Die Frage wird sein, wie Drehbuchautoren, Regisseur und Hauptdarsteller die Figur 007 modern interpretieren können. Regisseur Christopher Nolan sprach schon 2017 im Podcast „Happy, Sad, Confused“ über die Möglichkeit einen Bond-Film zu drehen und Tom Hardy als Hauptdarsteller. Wie grandios wäre diese Kombination?

Bis morgen. Tag 10814
Welcher Tag ist heute für dich?
…und was macht ihn besonders?

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