Einmal kreativ, immer kreativ?

Für Robert Rodriguez, unter anderem der Regisseur von „From Dusk till Dawn“ ist es eine Priorität, kreativ zu leben. Das muss nicht zwangsläufig mit offensichtlich, künstlerischen Tätigkeiten zusammenhängen, sondern schließt alles ein. Kochen, Kindererziehung, Diskussionen, Freizeitgestaltung, … die Liste lässt sich fortführen.

Alles das was wir tun, können wir ein Stück kreativer tun…oder?

Wenn wir uns herausfordern, den Standard-Weg zu verlassen, passiert etwas – ob wir wollen oder nicht. Wir bringen etwas miteinander in Bezug, dass uns noch nie in den Sinn gekommen ist. Diese neue Kombination kann man dann als Ergebnis begreifen.

Dieses Ergebnis ist in den meisten Fällen spannend; weil es anders ist. Weil man es nicht direkt in eine Schublade stecken kann und weil es, sehr wichtig, weniger einfach zu vergleichen ist.

„Vergleichen“ muss in diesem Fall nicht das Vergleichen mit den Ergebnissen anderer Lebewesen sein. Viel mehr geht es doch um das Vergleichen mit dem inneren Standard.

Was ist ein guter Text? Wie hat eine Bolognese zu schmecken? Was braucht ein Kurzfilm? Wie muss ein Gemälde aussehen? Wie eine Fotografie? Was ist Qualität? Was ist Kunst? Was ist Erziehung?

Klar, der „innere Standard“ baut sich über Jahre, durch die äußeren Einflüsse, in uns auf. Alles das, was erfolgreich ist. Alles das, was Reaktionen auslöst. Alles das, was schmeckt. Alles das, was funktioniert.

Sollen wir uns herausfordern?

Ich finde wir sollten den Standard, das was schon immer funktioniert, zur Seite schieben.
Den Standard-Weg verlassen? Vielleicht müssen wir dafür stabilere Schuhe anziehen…könnte etwas ruppig werden.

Wir könnten uns selbst überraschen. Wir könnten uns zeigen, dass Kreativität heißt etwas aus sich zu holen, das tiefe Freude auslöst, oder fasziniert, oder schockiert. Das Medium ist egal, wenn wir uns nicht vergleichen.

Dann lasst uns alles zusammen werfen. Lasst uns malen, schreiben, kochen, reden, lieben, musizieren. Einfach tun, ausprobieren. Ohne „Ich weiß nicht wie das geht“, ohne „ich bin nicht gut genug“, ohne „Was soll mir das bringen?“ ohne „ich war noch nie kreativ…“ ohne „ich brauche das nicht“ ohne „ich habe keine Zeit“

Es gibt keinen Standard.

Unsere Kreativität haben wir selbst in der Hand.

Wen wird unsere kreative Art zu leben anziehen?

Wie werden sie darauf reagieren?

Denn nur der Austausch, die Reaktion, die Gemeinschaft machen sinnvoll was wir kreieren.

Felix

Standard

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