Das Konzept eines erfolgreichen Youtube-Videos?

Wer auf Youtube Videos produziert und mit der, anfangs sehr kleinen, Welt teilt, weiß es:

Der Weg zu Erfolg ist oft schwer und nicht nachvollziehbar. Der Algorithmus scheint nicht zu bezwingen. Die Youtube-Tipps helfen nicht und niemand scheint sich für die eigenen Inhalte zu interessieren.

Oft genug bin ich an diesem Punkt gewesen, und werde es, in regelmäßigen Abständen, auch wieder sein. Manchmal gibt es aber Momente, in denen wird einem klar, was ein erfolgreiches Video ausmacht. Das heißt nicht, dass die Abonnentenanzahl sprunghaft auf 100.000 springt, nein. Es ist aber möglich einen Unterschied zu den, analytisch betrachtet, erfolglosen Video-Vorgängern auszumachen.

Im folgenden Video habe ich in der Vorbereitung explizit auf 3 Dinge geachtet. Die Folge waren eine deutlich gestiegene Interaktion mit dem Video. Mehr „Views“, mehr Likes, mehr Kommentare und mehr „Watch-Time“ als gewöhnlich. Ihr könnt selbst wählen, ob ihr das zugehörige Video jetzt oder erst nach dem Lesen des Blog-Eintrags schaut. Aber ich empfehle es euch, um die 3 folgenden, konzeptionellen Entscheidungen, besser nachvollziehen zu können.

Entscheidung 1: Den Zuschauer am Abschalten hindern Ich verpacke die, zu vermittelnde Information, möglichst ansprechend und kurzweilig. Das Video wird von kurzen Zwischensequenzen unterbrochen, die die Aufmerksamkeitsspanne für die folgenden Minuten wieder erhöht. Das kann aus dem Zusammenhang gerissen sein. Es muss nur überraschen. Es sollte unvorhersehbar sein, dabei gerne etwas lustig und selbstironisch. Ganz wichtig ist diese Entscheidung in den ersten 15 Sekunden des Videos. Man sollte auf alle Fälle verhindern, dass die Zuschauer in den ersten Sekunden zum nächsten Video springen, oder noch schlimmer, Youtube verlassen. Das ist es, was der Youtube-Algorithmus, verständlicherweise, am aller wenigsten mag…die Plattform verlassende Zuschauer… Ja, Youtube kann hart sein.

Entscheidung 2: Längere Videos Im Gegensatz zu, die Plattform verlassenden, Zuschauern, mag Youtube folgendes am Liebsten: Watch Time! Wiedergabezeit. Es ist der Gradmesser für Inhalte, die weiter vorgeschlagen werden. Je länger desto besser. Wenn es nach Youtube geht, verbringen die Menschen ihren kompletten Abend auf der Plattform, konsumieren Werbung und generieren Einnahmen. Also… längere Videos machen. Je länger ihr die Menschen dazu animiert, Zeit auf Youtube zu verbringen, desto besser. Wenn es das Thema hergibt: Über 10 Minuten!

Entscheidung 3: Kapitel und Ortswechsel Mit jedem Video fordert man die Aufmerksamkeitsspanne des Zuschauers heraus. Dabei helfen die Einteilung in klare Kapitel, die im besten Fall mit einem Ortswechsel verbunden sind. Das Gehirn muss etwas Neues verarbeiten, eine neue Fragestellung, eine neue Umgebung. Wieder etwas Unvorhergesehenes. Das erhöht die Auffassungsgabe und die Bereitschaft weiter zu schauen. Dabei müssen die Orte nicht unbedingt Sinn, in Bezug aufs Thema, machen. Seid kreativ, habt Spaß der Umgebung und Inszenierung.

Es reicht heute nicht mehr sich 15 Minuten vor die Kamera zu setzen und über ein Thema zu sprechen…glaubt mir, ich habe es versucht. Vielmehr geht es um permanente Veränderung, um die Kunst Vielfältigkeit zu bieten. Persönliches, Informatives, Humor, Skurriles, Beeindruckendes… Die Inszenierung muss Überraschungen bereithalten. Nur dann bleiben die Menschen bei euch, abonnieren vielleicht den Kanal und schauen ein weiteres Video. Spaß haben und kreativ sein. Sich selbst herausfordern, und dann den Zuschauer!

Nachdem ich angewendet hatte über was ich gerade gesprochen habe, kann man im Wiedergabeverhalten der Videos einen deutlichen Unterschied erkennen.

Ein Thema, inszeniert ohne Ortswechsel und Unvorhersehbares.

Und hier das Wiedergabeverhalten des oben verlinkten Videos


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