10 Dinge, die mir helfen kreativer zu sein.

Kennt ihr das? Manchmal möchte man unbedingt kreativ sein, aber nichts passiert. Keine Ideen, keine Gedanken, die einen im aktuellen Projekt weiterbringen.

Ich möchte in den nächsten Minuten, 10 Methoden besprechen, die mir persönlich helfen kreativ zu sein und zu bleiben. Denkt daran, dass die folgenden Punkte Denkanstöße sind. Probiert sie aus, passt sie euren Bedürfnissen an, wandelt sie ab. Geht euren Weg. Lasst uns starten! Mit Methode 1.

1. Finde einen Ort für deine Ideen.

Das klingt vielleicht erstmal seltsam aber ein virtueller Raum, in dem ihr Ideen sammelt, verändert alles. Euer persönliches Ideen Becken sozusagen. Das kann ein Notizblock sein, ein Tagebuch. Ich bevorzuge Notion, eine digitale Lösung , die mir gleichzeitig ermöglicht alles was ich schreibe, zu organisieren. Das funktioniert ähnlich wie eine Website, nur offline und ganz persönlich. Ich habe zum Beispiel im Unterordner Youtube: Platz für Ideen, Inspiration, Profileinstellungen und mehr. Im Überordner zu Hause gibt es Raum für Gedanken, mein Tagebuch, Reiseziele, Filme, Zitate, Bücher, To Do Listen und mehr. Und das beste ist. Finde ich etwas interessantes im Tagebuch, kann ich es ohne große Mühe zu einer meiner Videoideen im Youtube Ordner hinzufügen.

2. Schreib alles auf.

Wenn ihr einen virtuellen Raum für euch und eure Gedanken gefunden habt, müsst ihr ihn nur noch füllen. Ich schreibe alles auf. Und zwar direkt. Vieles wirkt dabei anfangs banal, kann später aber der Anfang für ein neues Projekt sein. Diese kurzen Sätze, Ideen, manchmal nur Wörter kommen meistens nicht dann, wenn ich an meinem Macbook sitze und sie brauche. Sie kommen in den unmöglichsten Situationen in den Kopf, nur nicht dann wenn ich mir „vornehme“ jetzt kreativ zu sein. Deshalb habt etwas bei euch, dass ihr direkt benutzen könnt um eure Gedanken festzuhalten. Das kann ein kleines Notizbuch sein. Bei mir ist es die mobile Notion App, die sich praktischerweise mit der Version auf dem Computer synchronisiert. Lasst euch etwas Zeit beim Füllen eures Ideen-Beckens.

3. Setze dir ein enges Zeitfenster.

Mir hilft gelegentlich etwas positiver Druck. Kreativer, selbst gemachter Stress. Ich setze mir ein enges Zeitfenster. Statt einer Woche für ein Projekt, gebe ich mir vielleicht nur 24 Stunden Zeit. Die näher kommende Deadline lässt mich fokussiert und konzentriert arbeiten. Es gibt keine Zeit und keinen Grund alles dreimal zu überdenken. Keine Zeit, dass das Unwichtige, Wichtig wird. Und glaubt mir, das Ergebnis ist dabei meistens nicht schlechter. In „Die 4-Stunden Woche“ von Timothy Ferriss habe ich das erste Mal vom Parkinsonschen Gesetz gelesen. Es besagt, dass sich die (scheinbare) Wichtigkeit und die Komplexität einer Aufgabe in genau dem Maß ausdehnen, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Tim Ferriss zur Folge, hat die Deadline also Einfluss darauf wie lange wir brauchen.

4. Sei unterwegs.

Neue Ideen haben ihren Ursprung fast immer in äußeren Eindrücken. Unser Gehirn reagiert auf Dinge, die wir sehen, lesen oder hören. Während der Corona Pandemie waren digitale Inhalte oft die einzige Möglichkeit, Neues zu erleben. Weniger Austausch, kein Körperkontakt, keine Kunst, keine überfüllten Restaurants oder Cafes. Es war schwieriger inspiriert zu werden. Das hatte zur Folge, dass ich mich in dieser Zeit, wie viele andere auch, kreativ unfähig fühlte. Der Vorteil ist, dass wir auf sehr deutliche Art erfahren haben, wie wichtig es ist unterwegs zu sein. In den Städten, in der Natur, in Museen, in Zügen, von mir aus auch auf Autobahnraststätten, Dachböden und Flohmärkten. Es ist egal. Die Hauptsache ist, wir sehen und erleben Neues. Nur so wird euer Ideen-Becken gefüllt.

5. Lass dich nicht ablenken.

Wie wir in Punkt 4 gerade schon besprochen haben, sind neue Eindrücke inspirierend und unbedingt nötig. Oft suchen wir sie nur an den falschen Orten. Wir belügen uns selbst, wenn wir uns sagen, dass wir auf Instagram nach Inspiration suchen. Es kann sein, dass wir etwas finden, das uns inspiriert. Aber in über 90 Prozent der Fälle tut es doch genau das Gegenteil. Wann hast du dich nach einer Stunde durch Posts und Storys Scrollen und Swipen wirklich besser gefühlt? Inspiriert? Ich noch nie. Der Vergleich demotiviert. Auch wenn wir es oft nicht wahrhaben wollen. Wer kreativ sein will, muss versuchen die sozialen Netzwerke auszuklammern. Legt das Smartphone in eine Schublade und seht es als Werkzeug um eure Projekte mit der Welt zu teilen. Als nichts anderes.

6. Starte neu.

Wenn einer meiner Filme abgeschlossen und veröffentlicht ist, lösche ich alles was mit diesem Film zu tun hat, inklusive aller Videodateien. Ich sichere ihn auch nicht auf einer externen Festplatte oder in einer Cloud. Ich gebe die Verantwortung ab, schaffe Platz für etwas Neues und zwinge mich von vorne zu starten. Es gibt nichts besseres als mit einer weissen Seite und ohne Altlasten zu beginnen. Gedanken wie: „Ich könnte doch dieses eine Video, dass ich vor 3 Wochen aufgenommen habe, im aktuellen Projekt noch einmal verwenden“ helfen nicht. Es ist eine ständige Rückversicherung, ein kreativer doppelter Boden. Das macht keinen Sinn. Fordert euch heraus und startet jedes mal wieder neu. Das hält euch frisch. Euren fertigen Projekten geht es in der Öffentlichkeit gut, ihr braucht nicht mehr die Einzelteile.

7. Kauf nichts neues.

Wir glauben neues Equipment öffnet uns neue Türen. Neue Objektive, Foto-Filter, Kameras, Effekte für Filme, neue Stifte, ein neues Macbook, Ipad, Iphone, eine neue Gitarre, Kamera, ein Komplett Abo bei Adobe, ein Stuhl oder ein neuer Schreibtisch. Das alles eröffnet nur in sehr seltenen Fällen neue Perspektiven und schafft Ideen. Oft lähmt mich der Gedanke an Neues sogar. Das heißt nicht, dass Beginner nicht in eine annehmbare Ausstattung investieren sollten. Die Werkzeuge müssen funktionsfähig sein und den Erwartungen entsprechen. Ist dieser Punkt erreicht, hör auf an neue Dinge zu denken, sondern frage dich nur noch was du umsetzen kannst und was du erzählen möchtet. Welchen Wert kannst du anderen bieten? Lege deine Priorität auf künstlerischen Ausdruck und lass dich nicht von Werbung manipulieren.

8. Finde einen Ort für dich.

Wir haben doch ganz am Anfang schon über einen Ort gesprochen. Warum denn jetzt nochmal? Weil es jetzt nicht um den Raum für Gedanken und Ideen geht. Es geht um einen Raum für uns selbst. Für dich. Für mich. Ein Rückzugsort. Ein Hauptquartier. Einen Platz an dem du früh morgens sitzen kannst, wenn Partner oder Mitbewohner vielleicht noch schlafen. Einen Raum in dem du alles liegen lassen und Dinge an die Wände schreiben kannst. Ein Raum, der in dir auslöst, dass du jetzt kreativ arbeiten wirst. Manchmal ist dieser Ort nicht nur ein Raum, sondern kann auch eine bestimmte Zeit des Tages sein. Früh morgens, spät abends. Ich persönlich möchte nicht abgelenkt werden. Der Raum muss auch nicht in deiner Wohnung sein. Schnapp dir dein Macbook und finde irgendwo deinen Platz.

9. Halte dich kurz.

Wenn mein Ausgangsmaterial, sprich meine Gedanken, Zitate, Bildmaterial umfangreich ist, neige ich dazu möglichst viel davon in den Film packen zu wollen. Schließlich habe ich alles zusammengetragen und alles scheint auch halbwegs interessant. Ich habe aber mit der Zeit festgestellt, dass zu viele Informationen und Unterthemen das Projekt, sprich die Geschichte, unnötig aufblähen und verwässern. Kürzen ist das beste Mittel um das Ergebnis schmal, wendig und ansprechend zu halten. Das macht es für andere leichter deine Kunst zu konsumieren. Lass Unnötiges weg. Streich Wörter, Sätze und Absätze. Heilfasten für dein Projekt. Frag dich bei jedem Satz, ob er etwas beiträgt. Mir passiert es weiterhin, dass ein Endergebnis Unnötiges enthält. Aber es ist nun mal ein Prozess. Sei hart zu deiner Arbeit. Kürze.

10. Nimm dir Zeit für einen Mittagsschlaf.

Es gibt Menschen, die mögen keinen Mittagsschlaf. Das kann ich nicht nachvollziehen. Es geht nicht um 2 Stunden, sondern um erfrischende 20 Minuten. Eine Tiefschlafphase und zurück. Was gibt es denn besseres? Das Hirn kurz verarbeiten lassen und dann weitermachen. Manchmal verändert sich durch ein Nickerchen sogar meine komplette Stimmung. Fast immer zum Positiven. Du verschenkst keine Zeit, sondern gewinnt Fokus, Klarheit und vielleicht sogar die ein oder andere Erkenntnis, während du schläfst. Nimm dir die Zeit für dich.

Fazit

Die 10 Methoden über die ich gerade gesprochen habe, sind nicht neu. Manches davon hat sich in mir entwickelt, manches habe ich mir aus verschiedensten Quellen angeeignet. Sie funktionieren für mich und machen mich kreativer. Das heißt nicht, dass sie das auch für dich tun. Probier es einfach aus. Vielleicht kannst du Kleinigkeiten, die dir sinnvoll und machbar erscheinen in deine Routinen aufnehmen. Ich hoffe ich konnte dir den ein oder anderen Denkanstoß weitergeben und würde sehr gerne deine Meinung zum Thema in den Kommentaren lesen.

Wenn dir das Video gefallen hat und du dir auch ein weiteres anschauen würdest, abonniere hier den Kanal. Ungefähr hier müsste jetzt der kleine runde Button sein. Einen meiner kurzen Filme findest du jetzt hier.

Bis zum nächsten Mal.

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s